Noch 3 Tage | Rauchfrei – kann das jeder? Einfach so? Natürlich.

Noch 3 Tage | Rauchfrei – kann das jeder? Einfach so? Natürlich.

Wie merkwürdig. Es musste erst der gestrige Tag kommen, um mit Euch meinen Weg in die Rauchfreiheit zu teilen. Bekloppt, wenn man ehrlich ist.

So schubste mich also einer meiner Facebook Kontakte quasi mit der Nase drauf, im dem er mich durch die Blume bat, ihm bei seinem Weg aus dieser vermeintlichen Sucht unter die Arme zu greifen. Und genau das will ich nun machen – sollte sich jemand einklinken wollen, gerne. Feel free. Zunächst Du. Dann Deine Lungen. Haha.

Vorweg will ich mich mal dem Mythos zuwenden, man müsse irgendwie die Welt auf den Kopf stellen, um mit dem Rauchen aufzuhören. Bullshit. Entschuldige – für was brauchst Du Hypnose oder sonstigen Kram? Wurdest Du auch hypnotisiert, um mich dem Rauchen zu beginnen? Sicherlich eher nicht. Du hast irgendwann die erste Kippe angemacht und zack – so einfach ist das Leben – warst Du Raucher. Vermeintlich abhängig. Ja okay, ich gebe es zu. Eine einzelne Kippe in den Müll zu werfen ist einfacher als seine vielleicht jahrelangen Rauchgewohnheiten. Aber lassen wir die Kirche mal im Dorf. Vor Deiner ersten Kippe warst Du jahrelanger Nichtraucher und diese Gewohnheit konntest Du auch von jetzt auf gleich ändern.

By the way, ich finde schon den Begriff “Nichtraucher” bekloppt. Wieso sollte etwas, von dem wir alle wissen, dass es der bessere Weg ist, mit einer Negation (NICHT-Raucher) beschrieben werden, während das, was eher bekloppt ist, mit einem tollen und reinem Substantiv versehen wird. Gut, vielleicht weil ein Wort wie “Gesundatmer” etwas merkwürdig klingt. Tut es das wirklich? Vielleicht in den ersten Tagen, irgendwann klingt es auch für Dich durchaus annehmbar. Mit einem Schmunzeln versehen, versprochen.

Lass uns beginnen? Ja, genau das machen wir nun. Anfangen. Ich erzähle Dir wie es geht. Und Du machst es nach. Ob es garantiert funktioniert? Natürlich, hat es bei mir ja auch. Also kann es bei jedem funktionieren. Bei dem. Bei der. Bei Dir. So einfach ist das Leben.

“Ja, aber ich bin nicht so willensstark…!” höre ich immer wieder. Musst Du auch gar nicht sein. Nicht mehr als andere. Und nicht weniger. Vielleicht hast Du irgendwann in Deinem Leben schon mal etwas geschafft, von dem Du vorher nicht dachtest, dass es klappen wird. Ja, hast Du? Egal was. Ok, gut, dann können wir damit arbeiten. Erinnere Dich mal, wie das damals war. Damals, egal wann, egal was. Damals, als “es” fertig und vollendet war. Stop! Geh nun erst mal eine Rauchen. Denk an die vielen Kippen, die Du bisher schon genießen durftest. Und auch an die, die eigentlich gar nicht so gut schmeckten. Und die Du trotzdem rauchen musstest. Und wenn Du diese nächste Kippe ausmachst, denk nochmal kurz an den Moment von damals, als Du das “es” geschafft hattest, von dem Du so überrascht warst. Und wie gut es sich angefühlt hat, diese positive Überraschung zu genießen.

Lass uns nun mal kurz rekapitulieren. Du musst nicht viel Geld für Hypnose ausgeben. Oder Dir irgendwelche Nadeln in Deinen Körper rammen lassen. Pflaster kaufen. Oder sonst irgend einen Schmarrn in Kauf nehmen. Und Du musst auch nicht “so stark” sein. Stärke ist für mich übrigens eher eine Frage der Körperkraft. Kann ich 10 Liegestütze machen oder 100? Unter uns, sag es keinem weiter: ich schaffe nicht mal die 10. Und bin trotzdem Gesundatmer. Vielleicht sollte ich es mal wieder versuchen…

Ich habe kein Wort einer Hypnose gehört. Keine Akupunktur bekommen. Kein Buch gelesen. Ok, eines gebe ich zu: ich habe mir eine Rauchfrei App runtergeladen. Vor Monaten bereits. Und sie irgendwo ganz hinten auf meinem iPhone abgelegt. Der Grund dafür ist ganz einfach – ich wollte aufhören, aber eigentlich auch nicht. Ich habe so gerne geraucht, das mir fast die Galle hochkommt. Über eine Schachtel am Tag. Jeden Tag. Tag ein, Tag aus. Selbst wenn meine Tochter (mein größter Schatz!) mich traurig anschaute und mit ihren sechs Jahren sagte “Papa, ich möchte nicht, dass Du wegen der Zigaretten in den Himmel kommst”, habe ich weitergemacht. Ernsthaft. Wie verachtenswert übrigens.

Ich rauchte und rauchte und rauchte. Ja, nach dem Urlaub stoppe ich das. Bla. Sommerurlaub 2025 vielleicht. Dabei hatte ich alle Möglichkeiten, es einfach zu tun. Aus dem NLP kannte ich viele Möglichkeiten, die mir den Weg leicht gemacht hätten und nun endlich auch haben. Aber, Du kennst das Spiel. Ich dachte, ich rauche einfach zu gerne. Und ich schaffe das eh nicht. Ich brauche die Kippen, wenn ich Stress habe. Ausserdem ist es doch so eine intensive Gewohnheit. Über Jahre konditioniert.

Genau so wie Du aktuell denkst… Nicht wahr?

Stell Dir zwei einfache Fragen: willst Du aufhören? Und magst Du Dir dabei von mir helfen lassen?

Lass Dir Zeit mit der Antwort. Denk drüber nach. Aber richtig, nicht so schischi. Sondern ernsthaft. Nimm Dir einen Zettel. Heute Abend. Oder wenn Du das nächste Mal Ruhe für Dich hast. Nur Du und Dein Geist.

  • Ist Dein Ziel, ein Gesundatmer zu sein und zu bleiben, ein für Dich positives Ziel?
  • Woran wirst Du konkret mit Deinen 5 Sinnen erkennen können, dass Du es erreicht hast? Was wirst Du sehen, hören, fühlen, schmecken, riechen? Male es Dir im Geiste aus und notiere Dir das, was Dir gefällt! Ist es ein saubereres Auto? Der Duft des Parfums Deiner Partnern oder Deines Partners? Sind es die Finger, die nicht mehr so wunderschön gelb sind? Oder vielleicht das Lob Deiner Freunde, denen der Neid aus dem Mund fällt, weil Du es geschafft hast, was sie so gerne würden? Egal, alles was für Dich positiv ist, wird aufgeschrieben. Alles. Und das darf gerne viel sein.
  • Glaubst Du, dass nur Du die Kraft und den Einfluss haben wirst, das Ziel zu erreichen? Oder hängt es auch von anderen ab? Von Deinen Freunden, Kollegen, Deiner Familie? Was kannst Du schon jetzt machen, um sie um ihre Unterstützung zu bitten und wie kann diese aussehen? Wie können sie Dich motivieren, jeden Tag erfolgreich durch die vielen Momente zu gehen? Schreib es Dir auf, damit Du es nicht vergisst…
  • Was denkst Du, ist das Ziel “für immer rauchfrei” eines, welches konkret genug ist und auch in der richtigen Größe daherkommt? Oder wäre es angemessener, es in kleinere Teilziele zu unterteilen? Nach dem Startschuss erst einmal von Stunde zu Stunde zu denken? Oder sich den ersten Tag als Ziel zu setzen, an dessen Abend man sich belohnt?
  • Bist eigentlich DU (!!!) derjenige, der es will oder ist es Dein Umfeld? Dein Partner, Dein Kind, Dein werauchimmer?

Schreibe Dir alles auf. Heute Abend. Ganz in Ruhe. Denke über alles nach. Und danach rauch erst mal eine. Oder zwei. Jetzt ist eh egal, das macht den Kohl nicht fett. Oder die Lunge nicht dunkler.

Und dann schließe Deine Augen. Und stell Dir mal vor, wie es Dir geht, wenn Du so weit bist wie ich genau in dieser Sekunde.

Ich habe seit diesem besagten Sonntag Abend auf Mallorca 76,17 mg Phenol nicht geraucht. Bin seit 35.612 Minuten wieder so clean wie in der Zeit vor meinem 18. Geburtstag. Habe soviel Geld gespart, dass ich einen fünftel Wellness Urlaub zu zweit in Kaprun zusammen habe. Und und und. Mir geht es ziemlich geil. Ja, in der Tat.

Würde es Dir auch so geil gehen? Wer weiss das schon… Es gibt nur einen Weg, es rausfinden. Du ahnst es bereits. Wir werden es miteinander ausprobieren. Aber nicht jetzt. Morgen, einverstanden? Für heute hast Du bereits eine Aufgabe. Also sieh zu.

Wir lesen uns morgen!

Und solltest Du übrigens jemanden kennen, der so wie Du mit reiner Luft in den Lungen zufriedener wäre – dann heisst es direkt teilen, teilen, teilen! Wollen wir doch mal schauen, ob wir nicht die größte Gesundatmer Bewegung Deutschlands werden. Das wäre doch mal ein Ziel. ;)

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