die Gesichter des NLP

Almost all about the faces of NLP.

Richard Bandler


Richard Bandler

Richard Wayne Bandler (*24.02.1950) gilt gemeinsam mit John Grinder als der Mitbegründer des NLP. Doch wie kam es dazu? Schon früh, genau mit 17 Jahren im Jahre 1967, stellten sich die Weichen für diesen Weg. Bandler gab einem gewissen Dan Spitzer Schlagzeugunterricht. Was für sich genommen sicherlich weniger aufregend klingt, wird unter folgendem Aspekt interessanter: Dan war der Sohn von Becky und Robert Spitzer, einem renommierten Psychiater und Präsidenten des Verlagshauses Science & Behavior Books in Palo Alto. Beide waren fasziniert von Bandlers Gaben, Musik zu lehren und sich für philosophische Fragen zu interessieren.  Spitzer war es, der Bandler den Auftrag gab, im Jahre 1972 Transkripte einiger Arbeiten von Fritz Perls, einem Gestalttherapeuten, anzufertigen. Bandler, der sich schon lange für die Gestalttherapie interessierte, verschlang die Aufnahmen in einem solchen Maße, dass er begann, sein Verhalten dem des Perls immer mehr anzugleichen. Gleiches galt für die Arbeiten mit Virginia Satir, einer überaus erfolgreichen Familientherapeutin, von deren Arbeiten Bandler ebenfalls für Spitzers Verlag Transkribte anfertigen sollte.

Im gleichen Jahr (1972) leitete Bandler noch als Student privat organisierte Gestaltsitzungen, denen auch John Grinder beiwohnte. Beide trafen eine folgenreiche Vereinbarung. Bandler sollte Grinder zeigen, wie genau er diese sehr erfolgreichen Sessions abhält und im Gegenzug sollte Grinder genau beobachten und festhalten, was genau Bandler da überhaupt tat, um diese Erfolge zu erlangen. Nach zwei Monaten hatte Grinder die von Bandler angewandten Sprach- und Verhaltensmuster “decodiert” und war nun selbst in der Lage, die Gruppen zu leiten. Was Bandler an Montagen leistete (man sagt ihm nach, er verbrachte wahre Wunder), erreichte nun Grinder an den Dienstagen in den sogenannten “Wunder-Wiederholungs-Gruppen”.

Anfang 1974 starteten Bandler und Grinder ein Projekt, welches sie “Meta Model Groups” nannten. Gemeinsam mit weiteren späteren Größen des NLP, zum Beispiel Robert Dilts, gelang es, auf Basis der “Allgemeinen Semantik” des Alfred Korzybkis und der Transformationsgrammatik des Noam Chomskys Ansatzpunkte für ein Modell zu entwickeln, dass es ermöglichte, gezielt Informationen über das “Modell der Welt” eines Menschen zu erlangen. Diese Ergebnisse fassten Bandler und Grinder in ihrem Buch “the Structure of Magic I” zusammen, das 1975 veröffentlich wurde.

Ebenfalls Ende 1974 lernte Bandler dann Milton H. Erickson, einen führenden Hypno-Therapeuten, kennen. Auch von seinen Arbeiten mit den Klienten wurden Tonaufnahmen angefertigt, die Bandler und Grinder als Grundlage zum Aufspüren von Mustern ins Ericksons Arbeit hernahmen. Diese Entdeckungen waren in der Folgezeit die Grundlage für das heute bekannte Milton-Modell.




John Thomas Grinder

Im Gegensatz zu Bandler brachte der zweite Co-Gründer des NLP John Grinder (*10.01.1939) keinen therapeutischen Hintergrund mit in die Entwicklungsgeschichte, sondern steuerte vielmehr seinen linguistischen Hintergrund bei. Grinder studierte an der University of California Philosophie, um anschließend dem Militär und anschließend dem CIA als Undercover Agent, unter anderem in Deutschland, Italien und dem Ex-Yugoslawien, zu dienen. Bereits diese vielen unterschiedlichen Einsatzorte verstärkten frühzeitig Grinders Fähigkeiten, spielerisch mit Sprache umzugehen.

Ende der 60er Jahre schließlich, nach der Rückkehr in das zivile Leben, studierte Grinder an der University of California Linguistik und war schnell sehr an der Transformationsgrammatik (auf Noam Chomsky zurückgehend) interessiert. In dieser Transformationsgrammatik finden wir die Grundlagen und ersten Ansätze für das später von Grinder und Bandler entwickelte Meta Modell der Sprache. Unter Gregory Bateson schließlich wurde Grinder Assistenzprofessor für Linguistik an der University of California, in welchem Zusammenhang er schließlich Richard Bandler kennenlernte.

Mit diesem führte er die bereits benannten “Wunder-Wiederholungs-Gruppen – Grinder leitete dienstags die ursprünglich von Bandler gehaltenen Gestaltgruppen ebenso erfolgreich wie das “Original” Bandler. An dieser Stelle kommt der gerne von uns zitierte Satz “erst wenn Du weisst, was Du tust, kannst Du tun, was Du willst…”. Bandler wusste ob der Genialität seiner Art, die Gruppen zu leiten. Jedoch wusste er nicht, wie und was er genau tat. Grinders Erfahrung im Modelling und seine Gabe, auch die kleinsten Gesten, Sprachmuster und das Verhalten Bandlers zu erforschen und zu benennen, ließen erkennen, wie genau der Erfolg begründet war und wo er seinen Ursprung hatte. Und nun war das Verhalten und die Art Bandlers kopierbar und somit ebenfalls der gewünschte Erfolg in der Umsetzung durch Grinder in den Dienstagsgruppen…!

Der Startschuss für NLP war gegebenen. Im Folgenden modellierten Grinder und Bandler die Fähigkeiten herausragender Experten, wie Satir, Perls oder Erickson und kreierten somit die ersten NLP Methoden und Ansätze.



Milton Hyland Erickson

In Milton H. Erickson finden wir eines der maßgeblichen Modelle von Bandler und Grinder. Dabei liest sich dessen Krankenakte wie die eines vom Leben mehr als gezeichneten Mann, der mehr mit Selbstmitleid und Verzweiflung zu kämpfen hat anstatt als Koryphäe in die Geschichte der Psychologie einzugehen.

Erickson wurde am 05.12.1901 geboren und galt schnell als Legastheniker. Der Umstand, den diese Krankheit mit sich brachte, ist der Auslöser für seinen Spitznamen “Dictionary”, denn Erickson hatte stets ein Wörterbuch dabei, um die schulischen Anforderungen zu meistern, bis er es schließlich schaffte, durch mentale Visualisierung (er stellte sich Buchstaben bildhaft vor) seine Legasthenie zu überwinden. Mit 18 Jahren im August 1919, kurz nach Abschluss der High School, fiel Erickson nach einer Erkrankung an Kinderlähmung ins Koma, so dass kaum Hoffnung auf Überleben bestand. Als der Erkrankte schließlich nach drei Tagen wieder erwachte, war er komplett gelähmt, konnte nicht mehr sprechen und auch die Augen konnte er lediglich nur bedingt bewegen. Die Ärzte sagten voraus, dass er als Pflegefall ein trauriges Dasein fristen wird. In den nachfolgenden Monaten beobachte Milton seine Umwelt und die Art und Weise, wie Menschen verbal und nonverbal miteinander kommunizieren. Plus – diese Anekdote ist überliefert – er schaffte es rein durch seinen Willen den Schaukelstuhl minimal zu bewegen, auf dem er gelähmt sass. Dieses Erlebnis regte ihn so sehr an, dass er es innerhalb eines Jahres schaffte, durch Imagination seine Lähmung so weit zu verdrängen, dass er nach bereits 12 Monaten schon wieder an Krücken gehen konnte. Dazu ging Erickson im Geiste (!) alle Bewegungen durch, um sie so wieder zu erlernen. Er aktivierte reale Sinneserinnerungen und gesundete so zusehends, um seinem Wunsch nach einem Studium der Psychologie und Medizin nachgehen zu können.

Diese enorme Willensstärke liess Erickson darüber hinaus eine Kanu-Tour entlang des Mississippis in den Semesterferien überstehen (über 1200 Meilen!), an deren Ende er so gestärkt zurückkehrte, dass er ohne Krücken gehen konnte. Lediglich ein Bein hinkte noch ein wenig.

Im zweiten Jahr an der Universität von Wisconcin entdeckte Erickson seine große Liebe – die Hypnose. Anders als Sigmund Freuds “standardisierter” Ansatz, war Ericksons “experimenteller” Ansatz nachweislich mit therapeutischem Erfolg versehen. Er experimentierte mit unterschiedlichen hypnotischen Ansätzen und war fasziniert, wie Menschen durch Ansprache des Unbewussten schier unendliche Ressourcen freisetzen. 1928 schließlich schloss Erickson das Studium mit dem Master of Arts in Psychologie und dem Medical Doctor der Medizin ab, um 1939 den Facharzt der Psychologie folgen zu lassen.

Bandler und Grinder lernten Erickson durch Gregory Bateson im Jahr 1974 erstmals persönlich kennen. Erickson, der schon längere Zeit mit Bateson befreundet war und durch weitere Krankheiten gezeichnet in seinem Haus in Phoenix Studenten aus aller Welt unterrichtete, galt bereits als die Koryphäe der modernen Hypno-Therapie. Sie modellierten seine Art, Menschen durch unter anderem hypnotische Sprachmuster in Trance zu führen und so veränderungswirksame Strategien zu erschaffen. Mit Erickson hatten Bandler und Grinder den Meister der Hypnose und der “kunstvoll vagen” Sprache gefunden und so war es nicht verwunderlich, aus diesem exzellenten Studienobjekt das später folgende Milton-Modell zu kreieren.

Milton H. Erickson, dessen Persönlichkeit einen unbeschreiblichen Eindruck auf eine Vielzahl von Menschen machte und der es wie kein zweiter verstand, Menschen wissentlich und auch unwissentlich zu beeinflussen, starb im Alter von 78 Jahren am 25.03.1980 in seinem Haus in Phoenix. Noch eine Woche zuvor hielt er ein Seminar über seine große Liebe und Leidenschaft.



Virginia Satir

Neben Milton H. Erickson war Virginia Satir die zweite maßgebliche Person, die Bandler und Grinder modellierten bzw. deren außergewöhnlichen Fähigkeiten als Basis für heute relevante NLP Inhalte dienten.

Satir wurde am 26.06.1916 in Wisconsin geboren und war ein Kind eines in sich sehr unterschiedlichen Elternpaares. So war der Vater (ein einfacher Arbeiter und Farmer) weniger gebildet und ihre Mutter, die aus gutbürgerlichen Kreisen stammte, eher auf Bildung bedacht, was zu Spannungen zwischen den Elternteilen führte. Diese jedoch, so ist übermittelt, wurden zu keiner Zeit offen vor Virginia und ihren Geschwistern ausgetragen, waren aber gleichwohl natürlich auch für diese spürbar.

Und somit war schon früh, im Alter von 5 Jahren, Satirs Berufswunsch definiert – sie wollte “Familien-Detektivin” werden.

Eben diesen “Wunsch” erfüllte sie sich später. Nach Abschluss des College arbeitete sie einige Zeit als Lehrerin und absolvierte parallel eine Ausbildung zur Sozialarbeiterin sowie eine psychoanalytische Ausbildung. Im Anschluss an diese Ausbildungen eröffnete sie eine erste kleine eigene Praxis, in der sie aufgrund des nicht-medizinischen Hintergrundes lediglich mittellose Patienten behandeln durfte.

Im Jahre 1951 ereignete sich folgendes Szenario: Satir arbeitete mit einer jungen, schizophrenen Patienten, die bereits einige Therapien erfolglos hinter sich hatte. Nach sechs Monaten waren bereits deutliche Fortschritte zu beobachten, bis eines Tages ein Telefonanruf der Mutter der Patienten zur Folge hatte, dass Satir diese zu einer der nächsten Sitzungen einlud.

Zu ihrem großen Erstaunen verhielt sich die Tochter bei dieser folgenden und gemeinsamen Sitzung wieder genau so wie am ersten Tag der Therapie. Satir beobachtete im Folgenden sehr genau, was es zu sehen gab: so entschlüsselte sie ein zwischen der Mutter und der Tochter existierendes nonverbales Signalsystem, in welchem Veränderungen der jeweiligen nonverbalen Ausdrucksweisen (Neigungen des Kopfes, Armgewegungen etc.) immer wieder gleiche Reaktionen beim jeweiligen Gegenüber auslösten.

Nach weiteren 6 Monaten lud Satir auch den Vater zu den Therapiesitzungen ein. Wieder machte die junge Patientin zunächst einen großen Rückschritt und zeigte ein Verhalten wie am ersten Tag der Therapie. Erfolgreich abschließen konnte Satir die Therapie der Patientin erst, als auch der Sohn der Familie mit in die Sitzungen integriert wurde.

Dieser wurde als Musterkind von den Eltern verehrt, während die Tochter als schlecht und verrückt galt. Satir erkannte, dass solche Zuschreibungen eine sehr mächtige Kraft darstellen, ganz im Sinne einer selbsterfüllenden Prophezeiung. Ist eine solche Zuordnung der Rollen in einer Familie erst einmal getroffen, ist das gestörte Familienleben bereits regelrecht in Beton gegossen.

Satir sagte später, dass die Arbeit mit dieser Familie ihre späteren Tätigkeiten sehr formte. Sie entwickelte eine Grundhaltung, die auch heute noch in vielen Ansätzen des NLP wiederzufinden sind. Sie definierte sie in den sogenannten 5 menschlichen Freiheiten, mit denen sie ihren Patienten helfen wollte:

  • Die Freiheit zu sehen und zu hören, was im Moment wirklich da ist – anstatt das, was sein sollte, gewesen ist oder erst sein wird.
  • Die Freiheit, das auszusprechen, was ich wirklich fühle und denke – und nicht das, was von mir erwartet wird.
  • Die Freiheit, zu meinen Gefühlen zu stehen – und nicht etwas anderes vorzutäuschen.
  • Die Freiheit, um das zu bitten, was ich brauche – anstatt immer erst auf Erlaubnis zu warten.
  • Die Freiheit, in eigener Verantwortung Risiken einzugehen – anstatt immer nur auf “Nummer sicher zu gehen” und nichts Neues zu wagen.

 

Darüber hinaus gehen auf Virginia Satir die sogenannten Satir-Kategorien zurück, ein Kommunikationsmodell, das aus vier sich negativ äußernden Kommunikationsarten besteht:

der Beschwichtiger

Ich mach’ immer alles falsch. – Dazugehöriges Gefühl: Ich muss jeden glücklich machen, damit er mich liebt.

der Ankläger

Du machst nie etwas richtig. – Dazugehöriges Gefühl: Niemand schert sich um mich. Solange ich nicht herumbrülle, tut sowieso niemand etwas.

der Rationalisierer

Dazugehöriges Gefühl: Ich muss den Leuten zeigen, wie klug ich bin. Logik und gute Gedanken sind das einzig Wahre.

der Ablenker

Dazugehöriges Gefühl: Ich werde schon die Aufmerksamkeit bekommen, egal, wie extrem ich mich dafür aufführen muss.

Diese Kommunikationshaltungen sind laut Satir in jedem System zu finden. Sie werden zunächst meist negativ erlebt. In der entwicklungsorientierten systemischen Arbeit wird alles als Ressourcen gesehen. Auch diese Kommunikationshaltungen werden durch Reframing in positive Chancen gewandelt:

Beschwichtigen ist ein Versuch zur Herstellung von gegenseitigem Verständnis und Harmonie. Der Beschwichtiger ist in Kontakt mit allen anderen Teilen des Systems.
Anklagen: der Ankläger hat den Überblick über die Situation und zeigt auf den aktuellen Konfliktträger.
Rationalisieren: der Rationalisierer versucht das zumeist hoch emotionale Geschehen auf eine Metaebene zu heben, um so Zugang zu logischen Lösungen zu schaffen.
Ablenken: der Ablenker ist der Symptomträger des Systems und zeigt: Hier stimmt was nicht.

Satir hat durch ihre Arbeiten die Familientherapie revolutioniert. Sie starb kurz nachdem sie ihre Ergebnisse in der ehemaligen Sowjetunion präsentieren durfte, am 10.09.1988 an Krebs in ihrem Haus in Palo Alto / Kalifornien.



Fritz Perls
*08.07.1893 +14.05.1970

Psychiater und Psychotherapeut

Perls begann 1914 sein Studium der Medizin, im Anschluss machte er eine psychoanalytische Ausbildung und war damit Assistenzarzt bei Kurt Goldstein (Begründer der Neuropsychologie und Psychosomatik).

Goldstein machte Perls mit der Gestaltpsychologie bekannt, die einen großen Einfluss auf die Entwicklung der Gestalttherapie haben sollte.

1927 begegnete er Wilhelm Reich, der später sein Lehranalytiker wurde, da er nicht nur passiv zuhörte, sondern sich auch aktiv mit seinen Patienten auseinandersetzte. Dieses Konzept der Charakteranalyse beeindruckte Perls und beeinflusste so den weiteren Verlauf, die Entwicklung und Ausformung der Gestalttherapie.

Sein einziger Besuch Perls bei Sigmund Freud verlief enttäuschend. Perls, der sich trotz seines Medizinstudiums selbst mehr als Philosoph denn als Mediziner sah, fand in Freud (der damals noch mehr von der Medizin geprägt war) keinen Wegbegleiter. Ihr Gespräch dauerte 5 Minuten und bestand lediglich aus Höflichkeitsfloskeln.

1941 verfasse er zusammen mit seiner Frau sein erstes Buch „Das Ich, der Hunger und die Aggression“, welches bereits die grundlegenden Gedanken der Gestalttherapie beschrieb und gleichzeitig wie der gleichnamige Untertitel der ersten Veröffentlichung „Eine Revision von Freuds Theorie und Methode“ darlegte und entwickelte ebenfalls mit seiner Frau und Paul Goodman – in Abgrenzung zur Psychoanalyse – die Gestalttherapie.

Sie ist ein spezifisches erlebnisaktivierendes Psychotherapieverfahren, bei dem es um die Förderung des Gewahrseins aller gegenwärtigen Gefühle, Empfindungen und Verhaltensweisen, und des Kontakts zu sich selbst und seiner Umwelt geht.

Er blieb seinen Ursprüngen aus der Psychoanalyse trotz seiner Kritik an ihr jedoch treu, da sowohl seine Gestalttherapie, als auch die Psychoanalyse im Grunde beide die Analyse und Bearbeitung von Widerständen, die Kontakt, Einsicht und Veränderung entgegen stehen, gemeinsam haben.

1952 gründete er das Gestaltinstitut in New York und ein Jahr später ein weiteres in Cleveland. Er entwickelte eine typische experimentelle Arbeitsweise, die schnell Anhänger fand.

Ab 1960 beschäftigte er sich mit experimenteller Psychologie. Er führte seine Gestaltworkshops mit angehenden Psychotherapeuten durch. Perls verband, durch sein Interesse für den Charakter des Menschen im Gegensatz zu den Symptomen, die Gestaltpsychologie und die Gestalttheorie zu seiner eigenen Therapieform, der Gestalttherapie.
Wie ein Regisseur begleitete er die Personen, ihre inneren Dramen und Widerstände in der Gruppe zu inszenieren, um sie selbst zu aktzeptieren und zu verstehen.

In Zusammenarbeit mit dem Eigentümer des Verlages Real People Press veröffentlichte er 1968 das Buch „Gestalt Therapy Verbatim“, wodurch die Gestalttherapie in den USA insgesamt an Bekanntheit gewinnen konnte.

1970 starb Perls in Chicago während einer Vortragsreise.




Noam Chomsky

Avram Noam Chomsky (* 07.12.1928) ist Professor für Linguistik und konzipierte in 1950er Jahren die Transformationsgrammatik. Chomsky fragte, wie ein Sprecher einer beliebigen Sprache mit einer endlichen Anzahl von Regeln eine unendliche Anzahl von Sätzen produzieren kann und wie ein Hörer Sätze versteht, die er zuvor nie gehört hat.

Dieses Modell war unter anderem die Grundlage für Bandlers und Grinders Meta Modell der Sprache.




Alfred Korzybski

Alfred Habdank Skarbek Korzybski, geboren am 03.07.1879, + 01.03.1950, war ebenso wie Chomsky Linguist und darüber hinaus Ingenieur. Er entwickelte in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts die “Allgemeine Semantik”.

Das vielleicht bekannteste Zitat aus seinem Hauptwerk Science and Sanity lautet: „Die Landkarte ist nicht die Landschaft, aber wenn die Landkarte der Struktur der Landschaft ähnlich ist, ist sie brauchbar“. NLPler ahnen, dass hier die aus dem NLP bekannte Vorannahme “die Landkarte ist nicht das Gebiet” begründet liegt.


Die Bedeutung von Kommunikation ergibt sich aus der Reaktion, die sie hervorruft - nicht aus der Absicht des Senders.